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Schützen Sie Kinder  vor Passivrauch

Hier suchen Sie Ihr rauchfreies Lokal

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Um das Rauchverhalten in der Bevölkerung nachhaltig zu verändern ist ein ganzes Maßnahmenbündel notwendig. Dazu gehört die von der WHO empfohlene flächendeckende Bereitstellung von Entwöhnangeboten ebenso wie die Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und die Bewusstseinsbildung mittels Aufklärungskampagnen. Nur eine Kombination all dieser Maßnahmen verbunden mit einer Steuererhöhung auf Tabakprodukte und der Einführung eines generellen Rauchverbots, deren Umsetzung in den Händen des Bundes liegt, kann langfristig zum Erfolg führen.
Daher wäre es eindeutig zu kurz gegriffen, den Erfolg tabakpräventiver Maßnahmen, wie sie im Rahmen der Tabakpräventionsstrategie des Landes Steiermark umgesetzt werden, nach nur etwas mehr als zweieinhalb Jahren einzig und allein anhand der prozentuellen Senkung der RaucherInnenzahlen bewerten zu wollen.  
Woran sich der Erfolg bereits jetzt gut messen lässt, sind die einzelnen Informations-Kampagnen, das Interesse von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zum Thema Tabak sowie der Zustrom zu den Entwöhnkursen. All diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Steiermark die Ziele der Tabakpräventionsstrategie "Weniger Menschen, die zu rauchen beginnen", "Mehr Menschen, die zu rauchen aufhören", "Verbesserung des Informationsstandes zu den Folgen des Rauchens und Passivrauchens" und "Schutz der Menschen vor den Folgen des Passivrauchens" langfristig erreicht!
Leo mit Mama Nina Krasnic:  (© roro+zec)

Klein Leo zeigt große Wirkung

Erfolgsbilanz der aktuellen Rauchfrei dabei-Kampagne
Eine aktuelle Studie mit Befragungen in Graz und in Bruck a. d. Mur bestätigt der Rauchfrei dabei-Kampagne zum Schutz der Kinder vor Passivrauch überdurchschnittlich hohe Bekanntheitswerte: ohne Vorlage des Plakatsujets erinnerten sich in Graz 62,5 % der Befragten an "Leo". In Bruck a. d. Mur waren es über 44 % und das obwohl das Plakat dort weniger oft anzutreffen war als in Graz.
Besonders erfreulich ist, dass die "Rauchfrei dabei"-Kampagne bei 11 % der befragten GrazerInnen und BruckerInnen nach eigenen Angaben zu einer konkreten Einstellungs- oder Verhaltensänderung geführt hat.  
Verstärkten Zulauf zu den Einzelentwöhnangeboten für Schwangere verzeichnet dank der erfolgreichen "Leo"- und "Wirte"-Kampagnen auch die Steiermärkische Gebietskrankenkasse: 14 von 28 Einzelentwöhnungen entfielen in den letzten Monaten auf Schwangere - das ist eine Steigerung um 50 Prozent. www.rauchfrei-dabei.at

Wirte geben rauchfrei den Vorzug

Eine erfolgreiche Bilanz kann auch für die "1.000 Euro Nichtraucherschutz-Prämie" des Landes gezogen werden: Über 600 steirische Wirtinnen und Wirte haben zum Schutz der Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen und Gäste beschlossen ihr Lokal freiwillig rauchfrei zu machen. Damit wurde das von Gesundheitslandesrat Helmut Hirt ursprünglich angepeilte Ziel von 500 Gastronominnen und Gastronomen bei Weitem übertroffen.
Sämtliche rauchfreie steirische Lokale finden Sie unter www.rauchfrei-dabei.at/rauchfreie Lokale

Weiterbildungsangebote kommen an

Die Aus- und Weiterbildungsangebote, die im Rahmen der Tabakpräventionsstrategie für Beschäftigte in Gesundheits- und Sozialberufen angeboten werden, finden großen Anklang: so haben in den vergangenen Monaten etwa 35 Amtsärztinnen und Amtsärzte sowie 49 FamilienhelferInnen und 50 Hebammen an den Fortbildungen teilgenommen und Methoden kennengelernt, wie sie RaucherInnen respektvoll auf ihr Rauchverhalten ansprechen und zu einem Rauchstopp motivieren können.

Rauchfrei in 6 Wochen

Die Steiermark ist bislang das einzige österreichische Bundesland, das flächendeckende Entwöhnseminare anbietet. Seit Start der Rauchfrei in 6 Wochen-Kurse im Herbst 2007 haben bereits rund 1800 Steirerinnen und Steirer von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Jede/jeder Zweite bleibt - so zumindest der derzeitige Stand der noch nicht vollständigen abgeschlossenen Evaluation - auch nach einem Jahr rauchfrei. Ausführliche Informationen zu den aktuellen Rauchfrei in 6 Wochen-Kursterminen sowie zu allen weiteren Entwöhnangeboten gibt es bei der STGKK-RaucherInnen-Helpline unter 0316/8035 - 1919. www.stgkk.at/Entwöhnangebote
TERMINAVISO:  (© rauchfrei-dabei.at)

Themenspezifische Veranstaltungen, Tagungen, Kongresse

14. Tübinger Suchttherapietage
"Modelle der Sucht und Suchttherapie auf dem Prüfstand"

Datum: 23. bis 25. September 2009
Ort: Tübingen, siehe Programm
Inhalt: Themenschwerpunkt u.a. Tabakabhängigkeit und Entwöhnung; Vortrag von Dr.in Kathryn Hoffmann (STGKK): "Wie können evidenzbasierte Entwöhnangebote unter die RaucherInnen gebracht werden?"
Kosten: 160 Euro
Information und Anmeldung: www.medizin.uni-tuebingen.de

7. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle
Datum: 9. und 10. Dezember 2009
Ort: Heidelberg
Inhalt: u.a. Vortrag von Mag.a Karina Fernandez (VIVID): "Kinder vor Passivrauch schützen - Aktivitäten in der Steiermark"
Information und Anmeldung: www.tabakkontrolle.de

Aus- und Weiterbildung

Heidelberger Curriculum Tabakabhängigkeit und Entwöhnung

Datum: 2. Oktober 2009, 12.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Im Neuheimer Feld 280, D-69120 Heidelberg
Kosten: 120 Euro
Infos: www.tabakkontrolle.de
Anmeldung unter: who-cc@dkfz.de

BUCHTIPPS:  (© rauchfrei-dabei.at)
Tabakatlas 2009:  (© Dkfz)

Deutsches Krebsforschungszentrum (Hg.): Tabakatlas Deutschland 2009, Steinkopff Verlag 2009

Der Tabakatlas Deutschland gibt erstmals einen umfassenden Überblick über Tabakprodukte und ihre Eigenschaften und über regionale Unterschiede des Tabakkonsums in Deutschland, er zeigt die Belastungen und Folgen des Passivrauchens auf, informiert über die Kosten des Rauchens sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte des Tabakanbaus und der Tabindustrie und stellt wirksame Maßnahmen zur Verringerung des Tabakkonsums vor.

Soziale Faktoren der Tabakabstinenz:  (© Vdm Verlag Dr. Müller)

Mohnen, Sigrid M.: Soziale Faktoren der Tabakabstinenz: Welches Kind raucht nicht? Vdm Verlag Dr. Müller 2008
Die Autorin geht in diesem Buch der spannenden Frage nach, welche sozialen Einflussfaktoren dafür verantwortlich sind, dass manche Kinder mit dem Rauchen beginnen und andere dagegen immun zu sein scheinen
Gesundheit, Ungleichheit und jugendliche Lebenswelten:  (© Juventa Verlag 2008)

Richter, Mathias et.al. (Hg.): Gesundheit, Ungleichheit und jugendliche Lebenswelten. Ergebnisse der zweiten internationalen Vergleichsstudie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO, Juventa Verlag 2008
Die Autoren legen in diesem Buch aktuelle empirische Daten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Adoleszenz z.B. durch Tabakkonsum vor und arbeiten heraus, über welche sozialen Einflussgrößen Gesundheit determiniert wird.
INFOMATERIAL:  (© )

Broschüren

Auf www.rauchfrei-dabei.at stehen Interessierten im Serviceteil seit kurzem zahlreiche Informationsbroschüren zum Thema Tabak zum Herunterladen zur Verfügung, darunter auch die neue "Darf ich schon rauchen?"-Broschüre, die sich dem Schutz der Kinder vor Passivrauchbelastung widmet und demnächst auch auf Englisch, Türkisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch erhältlich sein wird.

Im VIVID-Online-Shop können diese Infomaterialien auch kostenlos bestellt werden!

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