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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag, der heuer der internationalen Rahmenvereinbarung „Framework Convention on Tobacco Control“ (FCTC) gewidmet ist. Aus diesem Grund gehen wir der FCTC auf den Grund und verraten Ihnen, welche Forderungen damit verbunden sind. Thema des Newsletters sind darüber hinaus Weiterbildungen für Hebammen, die in der Steiermark zum Thema Rauchen angeboten werden. Besonders stolz sind wir auf das jüngste Produkt der Tabakpräventionsstrategie Steiermark: den Bericht „Tabakpräventionsstrategie Steiermark – Grundlagen, Ziele und Maßnahmen 2007 bis 2010“, der auf Basis aktueller wissenschaftlicher Daten die Maßnahmen von vier Jahren steirischer Tabakprävention erläutert. Eine gute, gesundheitsförderliche Zeit und schönen Sommerbeginn wünscht Ihnen Waltraud Posch Projektleitung Tabakpräventionsstrategie Steiermark 31. Mai ist Weltnichtrauchertag Der Weltnichtrauchertag, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen wurde und seit dem Jahr 1987 am 31. Mai begangen wird, steht jährlich unter einem Motto. 1993: Rauchfreies Gesundheitswesen - rauchfreie Welt! 1994: Die Medien und das Rauchen: informieren, nicht verführen! 1995: Rauchen kommt uns teurer, als wir denken! 1996: Sportler und Künstler rauchen nicht! 1997: Gemeinsam für eine rauchfreie Welt! 1998: Rauchfrei aufwachsen! 1999: Rauchfrei ins nächste Jahrtausend! 2000: Lass dich nicht für dumm verkaufen! Tabak ist der Killer! 2001: Rauchfreie Luft für freie Bürger! 2002: Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak! 2003: Film und Fernsehen: Mit Schall ohne Rauch! 2004: Wer raucht, ist arm dran. 2005: Schluss mit süchtig! - Wir helfen Rauchern. Die Gesundheitsberufe. 2006: Tabak: Tödlich in jeder Form 2007: Rauchfrei genießen 2008: Rauchfreie Jugend 2009: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte 2010: Geschlecht & Rauchen 2011: WHO Framework Convention on Tobacco Control Was sich hinter dem diesjährigen Motto verbirgt, erfahren Sie im nächsten Beitrag. WHO World no tobacco day 2011: http://www.who.int/tobacco/wntd/2011/en/index.html WHO Framework Convention on Tobacco Control: Was verbirgt sich dahinter? Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt Rauchen als bedeutendste einzelne vermeidbare Todesursache. Schätzungen zufolge werden in diesem Jahrhundert voraussichtlich über eine Milliarde Menschen weltweit an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Als Gegenstrategie wurde im Jahr 2003 eine Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle von den Mitgliedsstaaten der WHO einstimmig angenommen, 2005 trat sie in Kraft. Diese „Framework Convention on Tobacco Control“ (FCTC) legt notwendige Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums fest. Diese sind: • Erhöhung der Tabaksteuer • Förderung von Präventions- und Therapiemaßnahmen • Eindämmung des Zigarettenschmuggels • Verbot von Tabakwerbung, -promotion und -sponsoring • Warnhinweise auf Tabakprodukten • Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens Auch Österreich ist unter den 172 Ländern, die im Jahr 2003 die FCTC unterzeichneten und sich damit zur Umsetzung von Maßnahmen der Tabakkontrolle und Tabakprävention verpflichteten. 78 Prozent der unterzeichnenden Staaten haben bereits nationale Koordinationsmechanismen zur Tabakkontrolle implementiert. In Österreich ist die FCTC noch nicht umgesetzt. Großen Handlungsbedarf ortet auch die Studie „The Tobacco Control Scale 2010 in Europe“, die 30 europäische Staaten hinsichtlich Tabakkontrolle analysierte, also struktureller Maßnahmen wie etwa Tabaksteuer, Tabakschmuggel und rauchfreien Arbeitsplätzen. Von erreichbaren 100 Punkten erreichte Österreich 32 Punkte und belegte damit ex aequo mit Griechenland den letzten Platz. Die Conclusio der Studienautoren Luke Joosens und Martin Raw lautet dementsprechend: „Austria (30): A low profile on all tobacco control policies.“ Untersucht wurden die 27 EU-Staaten sowie Island, Norwegen und Türkei. Die beste Tabakkontrolle hat demnach Großbritannien mit 77 Punkten, gefolgt von Irland (69) und Norwegen (62). Zum Weiterlesen: WHO Framework Convention on Tobacco Control The Tobacco Control Scale 2010 in Europe Weiterbildungen für Hebammen Für alle steirischen Hebammen werden heuer Weiterbildungen in Tabakprävention angeboten. Unter dem Motto „Rauchen: Erkennen und Handeln in der Hebammenpraxis“ erfahren Hebammen Wissenswertes zu den Themen Tabakabhängigkeit, gesundheitliche Folgen des Rauchens und Passivrauchens, Rauchen und Stillen sowie Unterstützungsmöglichkeiten bei der Entwöhnung. Im Zentrum steht die respektvolle Ansprache von Raucherinnen mit dem Ziel, ihre Motivation für eine Verhaltensänderung zu erhöhen. Die Weiterbildung findet am 7.6. und 4.10.2011 in Kooperation zwischen Tabakpräventionsstrategie Steiermark, Steirischem Hebammengremium und LKH – Universitätsklinikum Graz statt. Information: martina.derbuch-samek@vivid.at Anmeldung: rauchfrei@klinikum-graz.at Vier Jahre, ein Bericht Vier Jahre nach der Beauftragung von VIVID – Fachstelle für Suchtprävention als steirische Tabakkoordinierungsstelle erschien der Bericht „Tabakpräventionsstrategie Steiermark – Grundlagen, Ziele und Maßnahmen 2007 bis 2010“. Dieser gibt auf Basis steirischer Bevölkerungsbefragungen Auskunft über das Rauchverhalten der steirischen Bevölkerung sowie die bisher umgesetzten Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Sozialberufen, Monitoring, Bewusstseinsbildung und Entwöhnung. Veranstaltungstipps: Kerr, Jaqueline/Weitkunat, Rolf/ Moretti, Manuel: ABC der Verhaltensveränderung. Der Leitfaden für erfolgreiche Prävention und Gesundheitsförderung. München, Jena (Urban & Fischer) 2007. |