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Schützen Sie Kinder  vor Passivrauch

Hier suchen Sie Ihr rauchfreies Lokal
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!
Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit, um Bilanz über das bisher Erreichte zu ziehen und voll Engagement und Tatkraft Neues in Angriff zu nehmen.
Auch wir wollen diesen ersten Newsletter im neuen Jahr dazu nutzen, um kurz auf interessante Aktivitäten der letzten Monate zurückzublicken. Dazu bieten wir Ihnen in gewohnter Weise auch diesmal wieder attraktive Veranstaltungshinweise und spannende Buchtipps.
Der Schwerpunkt der Tabakpräventionsstrategie wird - so viel sei schon verraten - 2010 auf der Tabakentwöhnung liegen. Zudem sollen die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter forciert und auch der Schutz der Kinder vor Passivrauch erneut thematisiert werden.

Mit diesem ersten Ausblick auf unsere Vorhaben wünsche ich uns allen für das neue Jahr viel Erfolg und Freude an der Arbeit damit wir unseren Zielen "Weniger Menschen, die zu rauchen beginnen", "Mehr Menschen, die zu rauchen aufhören" und "Verbesserung des Informationsstandes zu den Folgen des Rauchens und Passivrauchens" wieder ein Stück weit näherkommen!

Ihre
Waltraud Posch
Projektleitung Tabakpräventionsstrategie Steiermark

7. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle

Großes Lob und Anerkennung gab es auf der 7. deutschen Konferenz für Tabakkontrolle in Heidelberg für die Leistungen der Tabakpräventionsstrategie Steiermark. Denn kein anderes Land in der europäischen Union verfüge - so die einhellige Meinung der Fachexpertinnen und -experten - über eine derart umfassende Strategie zur Tabakprävention, die dem Suchtmittel Tabak mit einem Bündel an Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig entgegentrete.
Die Tabakpräventionsstrategie Steiermark war mit zwei Beiträgen auf der Konferenz vertreten: Frau Dr.in Kathryn Hoffmann, Leiterin der Tabakentwöhnung der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, informierte die TeilnehmerInnen über die steirischen Erfahrungen aus zweieinhalb Jahren systemisch-strukturierter Tabakentwöhnung, Mag.a Waltraud Posch, Projektleiterin der Tabakpräventionsstrategie Steiermark, und Mag.a Karina Fernandez, bei VIVID zuständig für das Wissensmanagement Tabak, gaben Einblicke in die Aktivitäten der Tabakpräventionsstrategie zum Schutz der Kinder vor Passivrauch.

Die gesamten Vorträge der Konferenz sind unter www.tabakkontrolle.de abrufbar.
Gewinnerin des Rauchfrei dabei Kindermalwettbewerbs:  (© roro+zec)

Rauchfrei dabei-Kindermalwettbewerb

Gewinnerin kommt aus der Obersteiermark
Grund zum Feiern gab es vor kurzem in der Volksschule St. Marein im Mürztal: Die 10-jährige Lisa Neuhold aus der 4. Klasse hat mit ihrem farbenfrohen Plädoyer für eine rauchfreie Zukunft nicht nur die fachkundige Jury überzeugt und die meisten Stimmen beim Online-Voting auf www.rauchfrei-dabei.at erhalten sondern ihrer Klasse mit ihrem Sieg zudem zu 300 Euro für die Klassenkassa verholfen. Verwendet werden soll das Geld laut Volksschuldirektorin Irmgard Schwaiger für eine Klassenfahrt im Bezirk Bruck und Projekttage im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Insgesamt haben 130 steirische VolksschülerInnen am Rauchfrei dabei-Maltag mitgemacht.

Grund für die Initiierung des "Rauchfrei dabei"-Kindermaltags von Land Steiermark, Steiermärkischer Gebietskrankenkasse und VIVID war ein Ergebnis aus der aktuellen SchülerInnenbefragung des Landes Steiermark: Daraus geht hervor, dass sich rund 62 Prozent der befragten steirischen Kinder und Jugendlichen wünschen, dass ihre Eltern sie vor Passivrauch schützen. Unter dem Motto "Mitrauchen ist uns zu bunt" sollten steirische Volksschulkinder daher die Möglichkeit erhalten sich ihr Leben in einer rauchfreien Welt in bunten Bildern auszumalen.
Wie wichtig es ist, den Anliegen junger Menschen Gehör zu verschaffen, weiß Gesundheitslandesrätin Dr.in Bettina Vollath: "Ich freue mich, dass 130 junge Menschen ihren Wunsch nach einer rauchfreien Umgebung auf kreative Art und Weise umgesetzt haben und danke den jungen Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement."
TERMINAVISO:  (© rauchfrei-dabei.at)

Aus- und Weiterbildung

Heidelberger Curriculum zur Tabakabhängigkeit und Entwöhnung

Datum: 12.03.2010
Ort: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Im Neuheimer Feld 280, D-69120 Heidelberg
Kosten: 120 Euro
Infos: www.tabakkontrolle.de
Anmeldung unter: who-cc@dkfz.de

Diverses

Ausstellung Verrauchte Minuten
Datum: noch bis 31. Jänner 2010,
Mo-Do 8.00 - 16.30 Uhr, Fr 8.00 -14.00 Uhr
Ort: Afro-Asiatisches Institut Graz, Leechgasse 22, 8010 Graz
Inhalt: 30.000 verschiedene Zigarettenpackungen und Dosen aus den vergangenen 120 Jahren bzw. mehr als 4.000 verschiedene Zigarettensorten, die der Grazer Sozialhistoriker Joachim Hainzl in aller Welt gesammelt hat, präsentieren sich in der aktuellen Ausstellung als aussagekräftige Zeitzeugen politischer, wirtschafts- und kulturimperialistischer Vorgänge, erzählen von der Konstruktion des Anderen als imaginiertem Zufluchtsort und hinterfragen Klischees über den Orient, die Karibik und den Wilden Westen.
Ausstellung Tabak in der Karikatur
Datum: noch bis 7. April 2010
Ort: Karikaturmuseum Krems, Steiner Landstraße 3a, 3500 Krems
Inhalt: Egal ob geschnupft, gekaut oder geraucht - seit Beginn seiner Verbreitung sorgt der Tabak für geteilte Meinungen. Und damit für den zündenden Stoff, aus dem Karikaturistenträume gemacht sind. Das Karikaturmuseum Krems unternimmt in seiner aktuellen Ausstellung anhand von köstlichen Karikaturen einen historischen Streifzug durch die Geschichte des Tabakkonsums. Der inhaltliche Bogen spannt sich von den ersten satirischen Flugschriften aus dem 17. Jahrhundert, die die unterschiedlichen Formen des Tabakkonsums kommentierten, bis hin zur aktuellen RaucherInnen/NichtraucherInnendebatte. Vertreten sind u.a. Künstler wie Wilhelm Busch, Manfred Deix, Tex Rubinowitz und Gerhard Haderer.
BUCHTIPPS:  (© rauchfrei-dabei.at)
Suchtprävention als Führungsaufgabe:  (© Universum Verlag, 2004)

Brandl, Gabriele/Ziegler, Herbert: Suchtprävention als Führungsaufgabe. 3., überarb. Aufl., Wiesbaden 2004, Universum Verlag.

Suchtprobleme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beeinträchtigen das Betriebsklima, gefährden die Sicherheit und senken die Produktivität. Dieser Band ermutigt, mit dem Thema Sucht und Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz offen umzugehen. Er vermittelt Kenntnisse für ein besseres Verständnis der Suchtproblematik und zeigt Führungskräften, wie sie in ihrem Betrieb produktive Lösungen entwickeln können.

Umweltrisiko Tabak - von der Pflanze zur Kippe:  (© Dkfz, 2009)

Dkfz (Hg.): Umweltrisiko Tabak - von der Pflanze zur Kippe (=Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle, Bd.11), Heidelberg 2009.
Dass Tabakkonsum gesundheitsschädlich ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Dass aber auch der Tabakanbau mit Risiken für die Gesundheit, die sozialen Strukturen und in besonderem Maße für die Umwelt verbunden ist, das macht die neue Publikation des Deutschen Krebsforschungsinstituts deutlich. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht aber auch die gewaltige Masse von Tabakabfällen, deren giftige Substanzen über den Boden in Grundwasser, Flüsse und Meere gelangen und so schleichend zur Vergiftung der Umwelt beitragen.  
Rauch und Macht:  (© Wallstein, 2008)

Jacobs, Tino: Rauch und Macht. Das Unternehmen Reemtsma 1920 bis 1991, Verlag Wallstein 2008.
Die Firma Reemtsma und deren Gründer Philipp Reemtsma, der "deutsche Zigarettenkönig", stehen als wichtiger Teil deutscher Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte im Mittelpunkt dieses spannenden Werks.
Erstmals analysiert der Autor die Machttechniken und Machtbeziehungen eines Unternehmens, das in beispielloser Weise auf das Handeln seiner Konkurrenten Einfluss nehmen konnte und auch die regulativen Rahmenbedingungen der Industrie mitgestaltete. Netzwerke und beste Kontakte zur Ministerialbürokratie gehörten ebenso dazu wie Zuwendungen für die NS-Elite in Millionenhöhe.
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