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Schützen Sie Kinder  vor Passivrauch

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Liebe KooperationspartnerInnen, liebe Leserinnen und Leser!
Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zeit, Bilanz zu ziehen über 12 weitere Monate Tabakprävention in der Steiermark, in denen viel erreicht, entwickelt und umgesetzt wurde. Einige Beispiele möchte ich Ihnen nennen:

  • Die Tabakentwöhnkurse "Rauchfrei in 6 Wochen" wurden von der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse und sechs von VIVID koordinierten Anbieterinnen und Anbietern in der gesamten Steiermark umgesetzt.

  • 255 Jugendliche erhielten mit den take control Weniger Rauchen Kursen 2008 professionelle Unterstützung bei ihrem Rauchstopp.

  • Am Weltnichtrauchertag am 31.5. wurde den Steirerinnen und Steirern mit Unterstützung der Firma Spar durch die Aktion "Vitamin statt Nikotin" Lust auf eine gesunde Lebensweise gemacht.

  • Zum Thema Tabak/Tabakprävention und Vernetzung wurden die "Rauch-Frei-Zeit"-Tagung für JugendarbeiterInnen und die 1. Österreichische Fachtagung zur Tabakkontrolle, -prävention und -entwöhnung abgehalten sowie Weiterbildungen für Lehrende in Krankenpflegeschulen und für Schulärztinnen und Schulärzte durchgeführt.

  • Neu im Programm sind seit heuer der Schwerpunkt-Elternabend für Eltern von Volksschulkindern, der Workshop zur Tabakprävention in Volksschulen und der Handlungsleitfaden Tabak für die außerschulische Jugendarbeit. Der Handlungsleitfaden "Tabak in der Schule" wird derzeit in zwei Pilotprojekten getestet.

  • In Kooperation mit der Österreichischen Apothekerkammer, Landesgeschäftsstelle Steiermark, fand im Oktober/November der Rauchfrei dabei-Schwerpunktmonat in den steirischen Apotheken statt.


Für den Jahresrückblick haben wir diesmal mit dem Tabakpräventionskoordinator Dr. Odo Feenstra, dem Obmann der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse Josef Pesserl, dem Präsidenten der Steirischen Apothekerkammer Dr. Gerhard Kobinger und der Organisatorin der 1. Österreichischen Fachtagung für Tabakkontrolle, -prävention und entwöhnung MMag.a Andrea Koller von VIVID stellvertretend für alle KooperationspartnerInnen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vier Menschen um ihr ganz persönliches Resümee des Jahres 2008 gebeten, ohne deren Engagement und deren Unterstützung die diesjährigen Erfolge nicht möglich gewesen wären.

Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich für die Kooperation und wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr.

Auf weitere gute Zusammenarbeit im Dienste der Tabakprävention freut sich

Ihre

Waltraud Posch
Dr. Odo Feenstra, Tabakpräventionskoordinator des Landes Steiermark:
Zu den Glanzlichtern des vergangenen Jahres zählen aus meiner Sicht mit Sicherheit die Rauchfrei in 6 Wochen-Entwöhnkurse sowie die erste Österreichische Fachtagung zur Tabakkontrolle,
-prävention und -entwöhnung. Obwohl es da und dort noch Verbesserungspotential gibt, darf die Steiermark mit Recht auf das bislang Erreichte stolz sein. Schließlich ist sie das erste österreichische Bundesland, das mit der Tabakpräventionsstrategie ein entsprechendes Angebot hat, um Raucherinnen und Rauchern den Ausstieg zu erleichtern und das Bewusstsein für den NichtraucherInnenschutz in der Bevölkerung zu schärfen. Dazu wurde - was leider noch immer nicht selbstverständlich ist - ein Ansatz gewählt, der die RaucherInnen und NichtraucherInnen nicht gegeneinander ausspielt, sondern den Schadstoff Nikotin ins Zentrum des Diskurses stellt und Hilfe anbietet, wo sie benötigt wird.
Das Erfolgsgeheimnis der Tabakpräventionsstrategie liegt zweifellos im starken politischen Willen für eine zukunftsorientierte Politik, der in der Steiermark vorhanden ist und erst die Basis für die erfolgreichen Kooperationen mit der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, der Apothekerkammer, der Ärztekammer etc. gelegt hat.
Für 2009 wünsche ich mir auf Grund der großen Nachfrage eine weitere Ausweitung der Angebote im Bereich Prävention und Entwöhnung und uns allen viel Erfolg und Schaffenskraft bei der Umsetzung der Ziele der steiermärkischen Tabakpräventionsstrategie.
Rauchfrei in 6 Wochen Zigarettenliste:  (© VIVID/Guggemos)

Josef Pesserl, Obmann der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse:
Das Thema Rauchen stellte 2008 einen - auch in der wissenschaftlichen Fachwelt und in den Medien stark beachteten - Schwerpunkt in der Gesundheitsförderung der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse dar.
Etwa 80 Seminare wurden abgehalten, insgesamt haben bereits rund 1.000 Steirerinnen und Steirer mit Hilfe der STGKK versucht, sich von ihrer Nikotinsucht zu lösen. Die Akzeptanz und Qualität der Seminare waren so hoch, dass die STGKK 2009 als Koordinationsstelle für die "Rauchfrei in 6 Wochen"-Entwöhnangebote im Rahmen der Tabakpräventionsstrategie des Landes Steiermark fungieren wird. Als weiteren Meilenstein bietet die STGKK seit einigen Monaten zudem unter www.endlich-aufatmen.at ein interaktives Entwöhnprogramm im Internet an. Rauchfrei zu leben ist und bleibt allerdings die beste Gesundheitsvorsorge!
Rauchfrei dabei Apotheke:  (© ViVID/Schweighofer)

Dr. Gerhard Kobinger, Präsident der Steirischen Apothekerkammer:
Die Resonanz auf den Rauchfrei dabei-Schwerpunktmonat, an dem sich jede zweite steirische Apotheke beteiligt hat, ist von Seiten der ApothekerInnen sehr positiv ausgefallen. Alle befragten Apotheken wären auch 2009 wieder bereit, sich an einer derartigen Aktion zu beteiligen. Und das, obwohl die aktive Ansprache der Kundinnen und Kunden bei einem so sensiblen Thema wie es das Rauchen ist, für die ApothekerInnen zuweilen eine echte Herausforderung darstellte. Als "echter Renner" für den Gesprächseinstieg erwiesen sich die Anti-Stressbälle, die bei den Kunden sehr gut angekommen sind. Nicht alle RaucherInnen freuten sich allerdings über Informationen und Hilfestellung beim Aufhören, einige empfanden die Gespräche über ihre persönlichen Rauchgewohnheiten auch als eine Verletzung ihrer Intimsphäre. Dennoch hoffe ich, dass es jetzt in der Steiermark ein paar "Nikotinbefreite" mehr gibt.
V.l.n.r.: Dr. Sanda, Dr. Feenstra, DSA Kahr, Gen.Dir. Gritzner:  (© www.wohu.at)

MMag.a Andrea Koller (VIVID), Organisatorin der 1. Österreichischen Fachtagung zur Tabakkontrolle, -prävention und -entwöhnung
Die 1. österreichische Fachtagung zur Tabakkontrolle, -prävention und -entwöhnung, die auf Initiative des Landes Steiermark und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse im Oktober im oststeirischen Gleisdorf stattfand, bot Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich erstmals in Österreich die Möglichkeit, sich mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten auszutauschen und sich über den aktuellen Stand der Wissenschaft und effektive Methoden der Tabakkontrolle zu informieren.
Zentrales Anliegen der Tagung war es darüber hinaus, all jenen, die sich in Österreich bereits mit dem Themen Tabakkontrolle,
-prävention oder -entwöhnung beschäftigen bzw. in Hinkunft einen Beitrag dazu leisten wollen, ein Forum für die Vernetzung und den Austausch untereinander zu bieten.
Mit der Tagung konnte den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Österreich anhand des steirischen Beispiels gezeigt werden, welche Spielräume für Interventionen im Bereich der Tabakprävention auf Bundesländerebene trotz des derzeitigen Tabakgesetzes vorhanden sind. Die Veranstaltung machte aber auch sehr deutlich, dass Österreich - wenn es den NichtraucherInnenschutz wirklich ernst meint - nicht umhinkommen wird, entsprechende Maßnahmen wie die gänzlich rauchfreie Gastronomie und die signifikante Anhebung der tabakbezogenen Steuern umzusetzen.
TERMINAVISO:  (© rauchfrei-dabei.at)

Aus- und Weiterbildung

Suche aus der Sucht

Datum: 12. und 26. März 2009, jeweils von 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Ärztekammer Oberösterreich, Dinghoferstraße 4, 4020 Linz
Inhalt: Grundlageninformation zum derzeitigen Stand des Wissens über Suchtmechanismen (Tabak, Alkohol, illegalisierte Substanzen); Was ist Sache der Primärversorgung, was Expertinnen- und Expertenarbeit; Einschätzung der Motivation; Umgang mit Widerstand;
Kosten: 59 EUR  für beide Abende inkl. Unterlagen und Getränken
Information: www.medak.at

Sonstige themenspezifische Veranstaltungen, Tagungen, Kongresse

14 th World Conference on Tobacco OR Health
Datum: 8. bis 12. März 2009
Ort: Mumbai, Indien
Inhalt: Die dreitägige Konferenz beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Frauen und Tabak, der Rolle des Tabaks in der Unterhaltungsindustrie, den sozialen und ökonomischen Kosten des Tabaks und den Möglichkeiten, Tabakwerbung, -promotion und -sponsoring zu unterbinden.
Kosten: rund 365 EUR bei Anmeldung bis 9. Februar 2009
Information: www.14wctoh.org
Anmeldung unbedingt erforderlich!
10. Frühjahrstagung des Wissenschaftlichen Aktionskreises Tabakentwöhnung (WAT)
Datum: 25. März 2009, 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Ort: Gästehaus der Universität Frankfurt, Frauenlobstraße 1, 60311 Frankfurt a.M.
Information: www.wat-ex.de
BUCHTIPPS:  (© rauchfrei-dabei.at)
Tabak und Alkohol:  (© Springer, 2008)

Lesch, Otto-Michael/Walter, Henriette: Tabak und Alkohol. Medizinische und soziologische Aspekte von Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit, Springer 2008.

Alkohol- und Tabakabhängigkeit treten meist gepaart auf und stellen nach wie vor ein großes medizinisches und soziales Problem dar. Neben den Strategien zur Prävention und den diagnostischen Schritten werden in diesem Werk schwerpunktmäßig psycho- und soziotherapeutische sowie medikamentöse Strategien mit realistischen Therapiezielen vorgestellt. Die Autoren stützen sich dabei auf Ergebnisse der Basisforschung und auf Erfahrungen aus der Praxis, die sie mit konkreten Fallbeispielen belegen. Das Buch richtet sich an alle Berufsgruppen, die Alkohol- und Tabakkranke therapeutisch begleiten.

Kippen. Leben ohne Zigaretten:  (© Urban & Fischer Verlag, 2002)

Wüsthof, Achim/Böning, Verena: Kippen. Leben ohne Zigaretten, Urban & Fischer Verlag, 2002.
Rauchen ist ungesund und lebensgefährlich, das wissen alle -auch die Jugendlichen. Dennoch greifen viele von ihnen nach wie vor zur Zigarette. Mit "kippen" hat der Mediziner und Wissenschaftsjournalist Achim Wüsthof zusammen mit Werbedesignerin Verena Böning eines der wenigen Bücher verfasst, das sich dem Problem "junge Raucherkarrieren" widmet. Das Buch spricht die Widersprüche rund ums Thema Rauchen an, mit denen sich Jugendliche konfrontiert sehen, und bildet diese ab - ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Die Autoren entblößen die Werbebotschaften der Tabakindustrie, hinterfragen die Zwänge des Rauchens, geben Tipps zum Aufhören und verdeutlichen gleichzeitig, dass ein Leben ohne Zigaretten einfach mehr Spaß macht.
MiniMax-Interventionen:  (© Carl-Auer-Systeme Verlag, 2007)

Prior, Manfred: MiniMax-Interventionen. 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung, Carl-Auer-Systeme Verlag, 2007.
Manfred Prior stellt in diesem Band 15 zielgerichtete "Nebenbei-Interventionen" vor, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: mit minimalem Aufwand maximale Wirkung in einer Therapie zu erzielen. Priors "MiniMax-Interventionen" lassen sich beiläufig in die unterschiedlichsten Therapie- und Beratungsformen einbauen und sind schnell und von jedermann erlernbar.
Klare Beschreibungen und griffige Beispiele erleichtern die Aufnahme und Umsetzung des Gelernten. Eine zusätzliche Ebene erschließt sich durch die humorvollen Statements, mit denen ein "bäriger" Leser die MiniMax-Interventionen kommentiert.
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