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Fakten zum RauchenIst rauchen entspannend? Regt es zum Denken an? Diese Fakten und viele mehr beantwortet die aktuelle Aufstellung der Tabakpräventionsstrategie Steiermark. NikotinNikotin – der Hauptwirkstoff im Tabakrauch – wirkt in geringeren Dosen anregend, in höheren Dosen beruhigend und muskelentspannend. Bei Überdosierung kann Nikotin jedoch eine lähmende Wirkung auf das zentrale Nervensystem ausüben. Wie giftig Nikotin tatsächlich ist, zeigt sich daran, dass bereits die Aufnahme von 60 mg reinem Nikotin für erwachsene Menschen tödlich ist. Bei Kleinkindern besteht schon nach Verschlucken von ein bis drei Zigaretten akute Lebensgefahr. (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.rauchfrei-info.de, Köln, 2007) ![]() AbhängigkeitIn nur sieben bis zehn Sekunden nach der Inhalation gelangt Nikotin ins Gehirn. Hier beeinflusst es die Aktivität der Nervenzellen und regt die Freisetzung der Nervenbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin an. Während Dopamin für den "Rauchgenuss" verantwortlich ist und ein Gefühl des Wohlbehagens auslöst, wirkt Noradrenalin stimmungsaufhellend, beruhigend und angstlösend, erhöht subjektiv die Aufmerksamkeit und vermindert Hungergefühle. Da Nikotin stark suchterzeugend ist, gewöhnt sich der Körper sehr rasch an die durch das Nikotin ausgelösten Effekte. Sobald dem Körper kein Nikotin mehr zugeführt wird, kommt es daher zum Abfall des Dopamin- und Noradrenalinspiegels im Gehirn. Das Genussempfinden verschwindet und erste Entzugserscheinungen wie erhöhte Reizbarkeit, Ruhelosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten machen sich bemerkbar. Erst durch die erneute Nikotinzufuhr legen sich die Entzugssymptome wieder und der Nikotinhunger wird gestillt. Suchtentstehung hat viele Ursachen. Für die Entwicklung einer Abhängigkeit spielen neben den körperlichen Faktoren auch das soziale Umfeld sowie persönliche und geschlechtsspezifisch bedingte Rauchgewohnheiten eine wesentliche Rolle. Dazu zählt zum Beispiel die gemeinsame Rauchpause am Arbeitsplatz ebenso wie die für viele Raucher/innen obligate Zigarette nach dem Essen oder die Tatsache, dass Männer eher zu starken Zigaretten greifen als Frauen. Rauchen kann auch zur Stressbewältigung eingesetzt werden - wer mit dem Rauchen aufhört, setzt sich daher häufig mit neuen Formen der Stressbewältigung auseinander. Dazu kommt, dass Zigarettenrauchen dank Tabakmarketing nach wie vor vielfach mit Unabhängigkeit, Coolness und Freiheit verbunden wird. Als sichtbares Zeichen des Erwachsenseins und der Gruppenzugehörigkeit ist Rauchen leider auch unter Jugendlichen weit verbreitet. (Quellen: Wiener Krebshilfe: 100 Antworten auf Ihre Fragen zum Thema (Nicht)Rauchen, Wien, 2005; Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V: Tabakabhängigkeit, Köln 2005) Factsheet "Rauchen"Wie viele Menschen rauchen in der Steiermark? Wann haben sie begonnen, was und wie viel rauchen sie? Mit diesen und ähnlichen steirische Daten sowie tiefergehenden Hintergründen beschäftigt sich das Factsheet "Rauchen". |