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Steirischen Daten und Fakten zum Thema Frauen und Tabakkonsum ist eines der Factsheets der Tabakpräventionsstrategie Steiermark gewidmet.
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Gehirn
Das in Tabakprodukten enthaltene Nikotin ist stark suchterzeugend und beeinflusst die Aktivität der Nervenzellen im Gehirn. Ferner stellt rauchen eine der Hauptursachen für Schlaganfälle dar. Durch die veränderten Fließeigenschaften des Blutes, die Förderung von Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße), die Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks sowie die Schädigung der Hirngefäße ist das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden für Raucher doppelt so hoch wie für Nichtraucher. Rauchende Frauen sind von Schlaganfällen zudem weitaus häufiger betroffen als rauchende Männer.
Durch das Rauchen erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, wobei Frauen für die Entwicklung von Depressionen grundsätzlich anfälliger sind als Männer. (Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2005; Deutsches Krebsforschungszentrum, 2005; Quattrocki E.; Baird A., Yurgelun-Todd D,: 2000)
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Augen
Mit fortgeschrittenem Alter sind Raucherinnen doppelt so häufig wie Nichtraucherinnen von einem Sehverlust betroffen, der mitunter bis zur Erblindung führen kann. Raucherinnen leiden auch deutlich häufiger an einer Veränderung der Sinneszellen in der Netzhautmitte (Makula-Degeneration). Zudem ist das Risiko an grauem Star zu erkranken bei Raucherinnen erwiesener Maßen um 50 % höher als bei Nichtraucherinnen. (Quellen: Dasch B, et al,: 2005; Wiener Krebshilfe, 2005)
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Mund, Zähne
Schlechter Atem ist wohl die harmloseste Folge des Rauchens. Denn Rauchen erhöht das Krebsrisiko des Lippengewebes, der Mundhöhle, des Kehlkopfs und der Speiseröhre um ein Vielfaches. So besteht für „durchschnittliche“ Raucherinnen ein 10fach, für starke Raucherinnen sogar ein 15fach erhöhtes Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken. Auch hier gilt: Je höher der Zigarettenkonsum und je länger der Zeitraum, über den hinweg geraucht wird, desto höher ist das Risiko. Die Wahrscheinlichkeit an Krebs in Bereich der Mundhöhle (Lippen, Zunge, Mund) zu erkranken ist für Raucherinnen doppelt so hoch wie für Nichtraucherinnen.
Rauchen führt nicht nur zu unschönen Zahnverfärbungen, sondern schädigt Zähne und Zahnfleisch. Dauerhafter Zigarettenkonsum macht das Zahnfleisch anfälliger für bakterielle Infektionen. Die giftigen Inhaltsstoffe des Tabaks wiederum bewirken einen geringeren Blutfluss, das Zahnfleisch kann seine schützende Funktion nicht mehr erfüllen und Zahnverlust droht. (Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2005; Kuper H. et al, 2002)
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Brust
Brust
Rauchen begünstigt die Entstehung von Brustkrebs. Vor allem für junge Frauen, die noch keine Kinder geboren haben und starke Raucherinnen sind, ist die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken siebenmal so hoch wie bei Nichtraucherinnen mit den selben Voraussetzungen. (Quelle: Band P.R. et al, 2002)
Herz
Rauchen führt zu massiven Beeinträchtigungen des Herzkreislaufsystems. Schon ab 5 konsumierten Zigaretten pro Tag steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen um das Doppelte. Denn bereits wenige Minuten nach dem Rauchen einer Zigarette bewirken die im Tabakrauch enthaltenen Stoffe eine Verengung und Verstopfung (Arteriosklerose) der Blutgefäße. Der Blutdruck steigt und die Organe werden schlechter mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Im schlimmsten Fall führt das zum Herzinfarkt. (Quellen: Centers for Disease Control and Prevention, 2004, Deutsches Krebsforschungszentrum, 2005)
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Lunge
Für die Atemwege (Bronchien, Lunge) hat das Rauchen schwerwiegende Auswirkungen. Rauchen zerstört die Flimmerhärchen der Atemwege, es kommt zu einer dauerhaften, massiven Reizung der Bronchialschleimhaut und die Lunge kann ihre Reinigungsfunktion nicht mehr erfüllen. Staub und Schleim sammeln sich an. Unter Umständen sind dies bereits erste Anzeichen einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Im Zuge der Erkrankung kann es zu einer Häufung und Verstärkung der Beschwerden kommen. Ab einem bestimmten Stadium der Erkrankung sind die krankhaften Veränderungen des Lungengewebes nicht mehr umkehrbar. Die Lunge verliert durch die massiven Schädigungen ihre Fähigkeit, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen - Herzversagen und Tod durch innere Erstickung sind die Folge. (Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2007; Deutsches Krebsforschungszentrum, 2005)
Rauchen gilt als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Lungenkrebs - 90 % aller Lungenkrebs-Todesfälle in Europa können auf Tabakkonsum zurückgeführt werden. Für Raucherinnen besteht ein zwanzigfach höheres Risiko an Lungenkrebs zu sterben wie für Nichtraucherinnen.
Da die Zahl der Raucherinnen in den letzten Jahrzehnten ständig zugenommen hat, ist künftig insbesondere bei Frauen ein weiterer Anstieg der Todesfälle durch Lungenkrebs zu erwarten. Bereits jetzt stellt Lungenkrebs in Österreich die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen dar.
Je früher zudem mit dem Rauchen begonnen wird, desto größer ist das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. So weisen beispielsweise Raucherinnen, die bereits vor dem 15. Lebensjahr zur Zigarette griffen, ein vier- bis fünffach höheres Lungenkrebsrisiko auf als Raucherinnen, deren Raucheinstieg nach dem 25. Lebensjahr erfolgte.(Quellen: Centers for Disease Control and Prevention, 2001; Boyle P.; Ferlay J.; 2004; Kuper H. et al, 2002)
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Magen, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Blase
Rauchen trägt entscheidend zur Erhöhung des Risikos von Magenkrebs-, Nierenkrebs-, Blasenkrebs- und Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen bei.
Als größter Risikofaktor gerade für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt Nikotin. Die Wahrscheinlichkeit an dieser äußerst bösartigen Krebsart zu erkranken, ist für starke Raucherinnen dreimal so hoch wie für Nichtraucherinnen. Mit zunehmender Dauer und steigendem Ausmaß des Konsums nimmt das Risiko sogar noch zu. (Quelle: Kuper H. et al, 2002)
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Geschlechtsorgane
Tabakkonsum gilt als einer der Risikofaktoren für Gebärmutterhals-, Eierstock- und Eileiterkrebs.
Nikotin beeinflusst zudem den Östrogenhaushalt. Möglich Folgen können Zyklusstörungen, der verfrühte Eintritt der Menopause (Wechseljahre), eine herabgesetzte Fruchtbarkeit durch eine Verzögerung des Eisprungs, sowie die Beschleunigung von Osteoporose und damit verbunden eine höhere Gefahr für Knochenbrüche sein.
Raucherinnen werden außerdem weniger leicht schwanger, da sie eine geringere Anzahl von Eizellen produzieren, deren Qualität noch dazu schlechter ist. Die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel in Verbindung mit dem Rauchen kann für die Entstehung lebensgefährlicher Blutgerinnungsstörungen, Lungenembolie sowie Herzinfarkt verantwortlich sein.
Rauchen kann darüber hinaus zu möglichen Schwangerschaftskomplikationen wie Fehl- und Frühgeburten, Plazentaablösungen, Wachstumsstörungen des Kindes, geringerem Geburtsgewicht etc. führen.(Quellen: Deutsches Krebsforschungszentrum, 2003; Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, 2007, Rabe T., et al, 1997)
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Haut
Unschöne, gelbliche Verfärbungen an den Fingern sind nur die augenscheinlichste Auswirkung, die das Rauchen auf die Haut hat. Rauchen belastet den Körper mit einer Vielzahl von Schadstoffen, die die Haut schädigen und ihre Spuren auf ihr hinterlassen. Unbestritten ist, dass zwischen dauerhaftem Tabakkonsum und einer schlechteren Wundheilung, vermehrter Faltenbildung im Gesicht sowie einem allgemeinen Elastizitätsverlust der Haut ein direkter Zusammenhang besteht. Denn bereits ein durchschnittlicher Konsum von 20 Zigaretten pro Tag entspricht einem vorzeitigen Hautalterungsprozess von ca.10 Jahren. Dazu kommt, dass rauchende Frauen Ergebnissen einer Studie zu Folge ohnehin viel eher zur Faltenbildung neigen als Männer. (Quelle: Krug M., Wünsche A., Blum A., 2004)
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