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![]() SchwangereDie Zahl all jener Frauen, die tagtäglich zur Zigarette greifen, ist im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich angestiegen. Gleichzeitig hat damit auch die Zahl jener Frauen, die während ihrer Schwangerschaft weiterrauchen, zugenommen. In Österreich sind rund 20 bis 30% aller schwangeren Frauen Raucherinnen. Lediglich die Hälfte der rauchenden Schwangeren gibt den Tabakkonsum auf Grund der Schwangerschaft auf. Nach der Entbindung beginnen 50% von ihnen jedoch erneut zu rauchen. (Quelle: Österreichische Gesellschaft für Pneumologie: Standards der Raucherentwöhnung, 2005) Hier können Sie die Broschüre "Rauchfrei ins Leben" bestellen, die über Tabakentwöhnung für schwangere Frauen informiert. Gesundheitliche AuswirkungenDie gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens sind bei schwangeren Frauen besonders drastisch. Schwangere Frauen, die beispielsweise als Angestelle in der Gastronomie dem Tabakrauch täglich mindestens sieben Stunden ausgesetzt sind, weisen eine signifikant erhöhte Rate von Frühgeburten auf. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das Risiko von Fehlgeburten, verdreifacht die Gefahr von Totgeburten und steigert die Säuglings-Sterblichkeitsrate während der Geburt. Zudem sind Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft geraucht haben, bei der Geburt um bis zu 200 g leichter als Kinder nichtrauchender Mütter. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht bei Kindern die Wahrscheinlichkeit an Leukämie zu erkranken. Selbst spätere Entwicklungsstörungen (z.B. ADHS) und Lernschwierigkeiten bei Kindern können mitunter auf den Tabakkonsum während der Schwangerschaft zurückgeführt werden. Da eine Reduktion des Zigarettenkonsums häufig dazu führt, dass der Zigarettenrauch tiefer inhaliert wird bzw. mehr Züge gemacht werden und sich daher die Menge der aufgenommenen Schadstoffe- ähnlich wie bei den sogenannten Leicht-Zigaretten – nur geringfügig ändert, bietet dem ungeborenen Kind nur ein völliger Rauchstopp wirksamen Schutz vor den gesundheitlichen Folgen des Tabakrauchs. Mit dem Rauchen aufzuhören ist in jeder Phase der Schwangerschaft sinnvoll, jedoch gilt auch hier: Je früher, desto besser! Mit anderen Worten: Es ist nie zu spät zum Aufhören, aber auch nie zu früh. Ein Kind zu erwarten, ist eine gute Gelegenheit, mit dem Rauchen aufzuhören. Wichtig ist dabei eine gute Vorbereitung. Für schwangere Frauen kann professionelle Unterstützung beim Aufhören sehr hilfreich sein. Bei professionellen Entwöhnmethoden findet auch der Umgang mit eventuellen Entzugsbeschwerden Berücksichtigung. Schwangere RaucherInnen erhalten im Rahmen der Tabakpräventionsstrategie Steiermark Unterstützung bei der STGKK-RaucherInnen-Helpline (0316/8035-1919). (Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Ihr Kind raucht mit, Köln 2007, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2004) |