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![]() Kinder und PassivrauchenSteiermark Daten Neueste Erhebungen (VIVID-Bevölkerungsbefragung 2009) ergaben, dass in der Steiermark jedes dritte befragte Kind im Alter zwischen 10 und 15 Jahren zu Hause täglich Passivrauch ausgesetzt ist. Jedes vierte Kind muss zu Hause sogar täglich mitrauchen. Bei einem Fünftel dieser Altersgruppe rauchen Familienmitglieder auch während der Autofahrten in Anwesenheit der Kinder. Und das, obwohl die gesundheitlichen Konsequenzen des Passivrauchens bereits seit den 1970er Jahren bekannt sind. Gerade Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bedürfen aber eines wirksamen Schutzes vor den Einflüssen des Passivrauchs, da sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet und ihre Organe durch den Tabakrauch schnell massiv geschädigt werden. Denn schließlich atmen Kinder in einem Raum, in dem geraucht wird, in einer Stunde genauso viele Giftstoffe ein, als ob sie selbst eine Zigarette geraucht hätten. Bei täglicher Rauchbelastung nimmt ihr Körper auf diese Weise innerhalb kurzer Zeit das Gift einiger hundert Zigaretten auf. ![]() Die Kampagne zum Schutz der Kinder vor Passivrauch Für das Gesundheitsressort des Landes Steiermark waren diese Zahlen und Fakten Anlass und Auftrag zugleich um in Zusammenarbeit mit der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (STGKK) und VIVID - Fachstelle für Suchtprävention eine steiermarkweite Informations- und Aufklärungskampagne zum Schutz von Kindern vor Passivrauch zu starten. Interessierte Eltern, LehrerInnen, Kindergartenpädagoginnen etc. können auf www.vivid.at Infofolder zum Thema bestellen und sich unter 0316/82 33 00 über suchtvorbeugende Angebote von VIVID - Fachstelle für Suchtprävention informieren. Denn Suchtvorbeugung beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter. RaucherInnen, die von den Zigaretten loskommen möchten, erfahren unter der STGKK-RaucherInnen-Helpline 0316/8035-1919 alles Wissenswerte zu den verschiedenen Methoden der Tabakentwöhnung der Tabakpräventionsstrategie Steiermark. Die Broschüre "Darf ich schon rauchen?" , die die Kampagne "Kinder vor Passivrauch schützen" begleitete, kann hier bestellt werden. Die Bestellung von Plakaten, Infofoldern etc. ist für Ärztinnen und Ärzte, Familienhelferinnen, Eltern- und Familienberatungsstellungen und Kindergärten unter 0316/82 33 00 oder info@vivid.at möglich. ![]() Passivrauchbelastung in geschlossenen Räumen Nur dann zu rauchen, wenn Ihr Baby oder Ihr Kind nicht im Zimmer ist, nützt der Gesundheit Ihres Kindes wenig. Denn die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe lagern sich auch in Kuscheltieren, Polstern, Teppichen, Vorhängen, Kleidung etc. ab und werden von dort wieder an die Raumluft abgegeben. Auch Lüften hilft nicht. Um die winzigen hochgiftigen Gase aus der Raumluft zu entfernen, müsste schon ein Orkan durch die Wohnung fegen. ![]() Passivrauchbelastung im Auto Ebenso häufig unterschätzt wird die Passivrauchbelastung von Kindern während des Autofahrens. Wenn Mami oder Papi im geschlossenen Auto zur Zigarette greifen, setzen sie ihre Kinder schon beim Rauchen einer einzigen Zigarette pro Kubikmeter Luft einer fünfmal so hohen Feinstaubbelastung aus, wie an einem durchschnittlichen Feinstaubalarm-Tag im Freien gemessen wird. Das Fenster zu öffnen ist keine Alternative, denn bei geöffnetem Fenster herrscht beim Rauchen einer Zigarette im Auto mitunter dieselbe Schadstoffe wie in stark verrauchten Lokalen. Gesundheitliche Auswirkungen Rauchen ist ein großes Gesundheitsrisiko auch für Kinder. Das Risiko des plötzlichen Kindstods ist bei passivrauchbelasteten Säuglingen in den ersten neun Monaten nach der Geburt um das Acht- bis 16-fache höher als bei Säuglingen, die in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Allein in Deutschland sterben Schätzungen zur Folge jährlich rund 60 Säuglinge durch Passivrauch im Haushalt und während der Schwangerschaft. "Mitrauchende" Kinder erkranken außerdem wesentlich häufiger an Asthma und anderen chronischen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Lungenentzündung, sowie an chronischen Mittelohrentzündungen. Da ihr körpereigenes Abwehrsystem durch die Passivrauchbelastung geschwächt wird, sind Kinder aus RaucherInnen-Haushalten insgesamt häufiger krank. Zudem leistet Passivrauchen im Kindesalter nachweislich einer späteren Nikotinsucht Vorschub. Daher kann nur der völlige Verzicht auf das Rauchen in der Wohnung und im Auto ihre Kinder vor den Schäden des Passivrauchens wirksam schützen! (Quellen: VIVID, 2009, Rauchen in der Steiermark (unveröffentlicht); Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2005; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, 2007; Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2005; Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, 2007; Rees V.W et al, 2006) Gesundheitliche Auswirkungen des Passivrauchens |