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Passivrauchen:  (© VIVID/www.wohu.at)

Passivrauchen

Unter Passivrauchen versteht man das Ein-atmen von Tabakrauch, der von einer anderen Person "verursacht" wurde. Dazu zählt sowohl Rauch, den die rauchende Person ausatmet (Haupt-stromrauch), als auch Rauch, der durch die bren-nende Zigarette selbst entsteht (Nebenstromrauch).

In geschlossenen Räumen, in denen geraucht wird, befindet sich Untersuchungen zur Folge in der Luft zu 85 % der Rauch aus dem Nebenstrom, und nur zu 15 % der Rauch aus dem Hauptstrom.

Zwar sind in beiden Rauchstromarten prinzipiell die gleichen gesundheitsschädigenden Substanzen enthalten, durch die geringere Verbrennungstemperatur ist jedoch die Konzentration dieser Stoffe im Nebenstromrauch in der Regel deutlich höher.

Tabakrauch besteht aus einem Gemisch von über 4800 Substanzen und Gifte wie Ammoniak, Blausäure, Arsen und Kohlenmonoxid enthält. Nicht nur die Inhaltsstoffe des Tabakrauchs, sondern auch die beigemengten Zusatzstoffe stellen eine großes Gesundheitsrisiko dar.

Daneben stellt auch der durch das Rauchen verursachte Feinstaub ein weiteres gesundheitliches Risiko dar. So können in Innenräumen, wie Wohnungen, Restaurants, Bars, Cafés, etc. die Feinstaubwerte um das 10- bis 20-fache höher liegen als der im Freien erlaubte Grenzwert.

Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Gastronomiebetrieben, in denen Rauchen erlaubt ist, ergaben eine durchschnittliche Konzentration lungengängiger Partikel (jener Staubteilchen, die auf Grund ihrer geringen Größe beim Einatmen bis in die Lunge vordringen können) von über 200 μg/m3. Besonders hoch belastet sind Diskotheken mit einer durchschnittlichen Konzentration von über 600 μg/m3.

(Quellen: Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2006; Österreichische Krebshilfe, Passivrauchen kann tödlich sein, Wien, 2005/2006)

Feinstaub

Die EU hat den zulässigen Jahresmittelwert für Feinstaub mit 40 μg/m³ festgelegt. Zusätzlich darf ein Tagesmittelwert von 50 μg/m³ nur 35 Mal im Jahr überschritten werden.

Da es sich bei den im Tabakrauch enthaltenen Stoffen um sehr kleine Partikel handelt, lagern sich diese auch in Polstern, Vorhängen, Tapeten, Wänden, Teppichböden, Kleidungsstücken, etc. ab. Von dort werden sie kontinuierlich an die Raumluft abgegeben, auch wenn nicht geraucht wird.

Um die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch diese Schadstoffe möglichst gering zu halten, ist es besonders wichtig, Räume, in denen geraucht wird, regelmäßig gut durchzulüften. Leider beseitigen selbst Lüftungsanlagen meist nur die sichtbaren Rauchschwaden. Übrig bleiben, trotz Luftfilter, die winzigen, hochgiftigen Gase des Tabakrauchs. Um diese zu entfernen, müsste in den Räumen eine laufende Luftumwälzung stattfinden, die mit einem Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 116 km/h vergleichbar ist.
Wirklichen Schutz vor den negativen Folgen des Passivrauchens bietet daher nur eine völlig rauchfreie Umgebung.

(Quellen: Österreichische Krebshilfe, Passivrauchen kann tödlich sein, Wien, 2005/2006; Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, 2007; Umweltbundesamt, Feinstaub in Österreich; Immissionsschutzgesetz-Luft-Maßnahmenverordnung § 8; Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2006)

Factsheet Passivrauch

Das Factsheet Passivrauch verrät, was genau am Passivrauch schädlich ist, wie die steirische Bevölkerung das Thema einschätzt und vieles mehr.  
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